Gemeines Kreuzkraut

Das Gemeine Kreuzkraut (GKK, Senecio vulgaris) ist überall zu finden: in Gärten, auf Feldern, an Wegen, auf Schuttplätzen, mitten in der Stadt im Bereich von Baumscheiben und in Blumentöpfen sowie auf dem Komposthaufen. Im Grünland wird es häufig übersehen, kommt aber auch dort vor.
GKK bevorzugt laut Erich Oberdorfer (Pflanzensozialogische Exkursionsflora, 6. Auflage 1990) nährstoffreiche, lockere Böden und wird als Stickstoff- und Garezeiger bezeichnet. Jedoch kann es überall gedeihen, nur bleiben die Pflanzen dann kleiner und dünner. (© Barbara Lattrell)

GKK hat eine Wuchshöhe von nur wenigen bis maximal 30 cm und besitzt keine Zungenblüten. Aus den kleinen, unscheinbaren Korbblüten (Röhrenblüten) bilden sich sehr schnell die Samen. Die Blütezeit ist ganzjährig; Gemeines KK blüht auch im Winter! Es verträgt sogar zweistellige Minusgrade. Die ideale Keimtemperatur beträgt 5 bis 25 Grad Celsius, es kommt jedoch auch bei Temperaturen bis zum Gefrierpunkt zum Keimen. Nur lange, trockene Hitzeperioden verträgt GKK nicht so gut, da es zur Entwicklung feuchtigkeitsbedürftig ist.

Das Gemeine Kreuzkraut lässt sich sehr gut durch Herausziehen oder Ausstechen beseitigen. Zwei bis drei Tage später noch einmal nachkontrollieren.
Nichts liegenlassen: Samenbildung durch Notreife und Neuaustrieb vermeintlich verdorrter Stängel möglich, Wurzelbildung (Adventivwurzeln) durch Bodenkontakt.
Pflanzen verbrennen oder im Restmüll entsorgen, Handschuhe tragen.

Gemeines Kreuzkraut Ende Dezember 2015:

Kreuzkraut im Schnee:

Gemeines Kreuzkraut bei eisigen zweistelligen Minusgraden, siehe oben.

Siehe nachfolgend, die gleichen Pflanzen von oben 1 Woche später, nachdem der Schnee weggetaut war:

Gemeines Kreuzkraut im März im Garten

Gemeines KK im April

Gemeines KK im Juni

Gemeines KK im Salatanbau im Juli

Gemeines KK im Garten im September

Gemeines Kreuzkraut

©Wittgenstein Verlag®, 2018