Raukenblättriges Kreuzkraut

Das Raukenblättrige Kreuzkraut (RKK, Senecio erucifolius) ist mehrjährig und bildet Ausläufer.

Es kann sich, besonders wenn es gemäht wird, wie ein gutes Rasengras teppichartig ausbreiten. Die Jungpflanzen haben keine Rosetten wie JKK, sondern wachsen sofort in die Höhe. Sie ähneln dem Beifuß; jedoch ist die Blattunterseite nicht silbrig. Blühend wird RKK häufig mit JKK verwechselt. RKK kann mehr als 1,80 m hoch werden und viel giftige Masse bilden. Die Giftigkeit von RKK wird häufig unterschätzt. Alle Kreuzkräuter sind hochgiftig! (© Barbara Lattrell)

Junges RKK lässt sich, wie das Gemeine Kreuzkraut, meistens gut durch Ausstechen beseitigen. RKK bildet Rhizome (Speicherwurzeln), die jedoch bei älteren Pflanzen kaum noch durch Ausstechen oder Ausgraben entfernbar sind. Blühende Pflanzen können aber auch ausgerissen werden. Im Boden verbliebene Wurzeln werden geschwächt und treiben oft nicht mehr aus.

Unterscheidungsmerkmale zu anderen KK:
spitze Blattspitzen, abstehende Hüllblätter, hell-bis dunkelbraune Spitzen der Kelchblätter, keine Rosettenbildung, Jungpflanzen sind im Winter und Frühjahr nicht sichtbar, Wuchshöhe 20 - 180 cm

Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober.

RKK im Garten:

Raukenblättriges Kreuzkraut im August:

Marianne Stöckeler beim Ausstechen von Raukenblättrigen Kreuzkraut

Raukenblättriges Kreuzkraut im Weinberg:

Raukenblättriges Kreuzkraut am Waldrand

©Wittgenstein Verlag®, 2018